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By Lars Schmitt

Wie werden soziale Herkunft und Ungleichheit im Studium erlebt und verarbeitet? Dieses Buch vermittelt "Statistik" und "Erleben" nicht nur theoretisch, indem eine an Pierre Bourdieus Sozioanalyse angelehnte Heuristik von Habitus-Struktur-Konflikten vorgestellt wird. Vielmehr zeigt die examine von Studienberatungsgesprächen, studentischen Wochenberichten und Interviews, dass Studierende nicht-akademischer Herkunft nicht nur verstärkt unter der mangelnden Passung ihres Habitus zu den vorgefundenen kulturellen Mustern leiden, sondern dass soziale Ungleichheit in verschiedenen Formen subtil thematisiert wird. Als Bedingung für eine gelingende Hochschulsozialisation wird deutlich, dass die betreffenden Hochschulkulturen an den Habitus der/des Studierenden ‚andocken’ müssten.

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Wie werden soziale Herkunft und Ungleichheit im Studium erlebt und verarbeitet? Dieses Buch vermittelt "Statistik" und "Erleben" nicht nur theoretisch, indem eine an Pierre Bourdieus Sozioanalyse angelehnte Heuristik von Habitus-Struktur-Konflikten vorgestellt wird. Vielmehr zeigt die examine von Studienberatungsgesprächen, studentischen Wochenberichten und Interviews, dass Studierende nicht-akademischer Herkunft nicht nur verstärkt unter der mangelnden Passung ihres Habitus zu den vorgefundenen kulturellen Mustern leiden, sondern dass soziale Ungleichheit in verschiedenen Formen subtil thematisiert wird. Als Bedingung für eine gelingende Hochschulsozialisation wird deutlich, dass die betreffenden Hochschulkulturen an den Habitus der/des Studierenden ‚andocken’ müssten.

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H. mit ihren eigenen Relevanzsetzungen zu Wort kommen zu lassen. Eine Sozioanalyse bietet vielmehr die Möglichkeit, verinnerlichte (Habitus) und äußere Grenzen (Felder, Sozialraum) dem Bewusstsein zugänglich zu machen: „Indem sie die Entdeckung der Äußerlichkeit im Herzen der Innerlichkeit, der Banalität in der Illusion der Seltenheit, des Gewöhnlichen im Streben nach dem Einzigartigen erzwingt, denunziert die Soziologie nicht nur alle Hochstapelei der narzißtischen Ichbezogenheit. ). 40 1 Begegnungen von inneren und äußeren Strukturen Es ist demzufolge gerade nicht emanzipatorisch, subjektive Handlungsautonomie ohne die Analyse von Abhängigkeiten zu postulieren.

Es liegen damit zusätzlich sowohl auf der Habitus- als auch auf der Strukturseite sozial differenzierbare Konzepte vor, so dass konkret erforsch- und benennbar wird, in welchen Konstellationen die von Habermas diagnostizierten Ansprüche des Verstanden-Werden-Wollens nicht erfüllt und Identitäten bedroht werden. Damit ist nicht nur Habermas’ Idee einer herrschaftsfreien Kommunikation – die der Tendenz nach habitusblind ist – angesprochen, sondern es liegt unter Berücksichtigung des vorgestellten Zirkels eine Heuristik zum Verhältnis von symbolischer Gewalt und Habitus-Struktur-Konflikten vor, die empirisch gefüllt und ausdifferenziert werden kann, weil sie sozialstrukturelle Bezüge aufweist.

Der Mann stammt aus einem afrikanischen Staat und hat eine dunkle Hautfarbe. Er entgegnet seiner Frau, sie sei rassistisch. Er bringt also die kollektive Dimension, die Benachteiligung der Gruppe ‚Menschen mit dunkler Hautfarbe’ ins Spiel, wohingegen sie den Konflikt auf der Beziehungsebene ansiedelt und die kollektive Dimension anzweifelt. Paradoxerweise haben beide Recht: Zwar ist der Frau leicht abzunehmen, 54 1 Begegnungen von inneren und äußeren Strukturen dass sie bei einem Mann mit heller Hautfarbe genauso reagiert hätte.

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