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By Christoph Wulf, Birgit Althans, Kathrin Audehm, Constanze Bausch, Michael Göhlich, Stephan Sting, Anja Tervooren, Monika Wagner-Willi, Jörg Zirfas

Rituale sind produktiv. Wurden sie bislang zumeist unterAspekten der Stereotypie, Rigidität und Gewalt thematisiert, konzentriertsich die vorliegende Untersuchung auf diejenigen Momente von Ritualen, die Gemeinschaften hervorbringen und gestalten. Rituale dienen hierbei der Gemeinschaft als Medium, Differenzen zu erzeugen und zu bearbeiten, Krisen zu bewältigen und Übergänge zu strukturieren.
Die ethnographisch angelegte Studie zeigt, wie sich soziale Beziehungen in performativen Prozessen von Ritualen und Ritualisierungen bilden. In diesem Sinne liegt der Fokus auf der Dramaturgie und organization ritueller Interaktionen und ihrer Effekte, der szenisch-mimetischen Expressivität, dem Aufführungs- und Inszenierungscharakter und dem praktischen Wissen sozialen Handelns.
Vier zentrale Sozialisationsfelder performativen rituellen Handelns werden analysiert: der Lebensraum der Familie, die Übergänge im Schulalltag, die Pausenspiele von Kindern und die Medieninszenierungen von Peergroups. Darüber hinaus wird das rituelle Handeln als praktisches mimetisches Wissen besimmt sowie die Stadt als performativer Raum charakterisiert.

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Rituale sind produktiv. Wurden sie bislang zumeist unterAspekten der Stereotypie, Rigidität und Gewalt thematisiert, konzentriertsich die vorliegende Untersuchung auf diejenigen Momente von Ritualen, die Gemeinschaften hervorbringen und gestalten. Rituale dienen hierbei der Gemeinschaft als Medium, Differenzen zu erzeugen und zu bearbeiten, Krisen zu bewältigen und Übergänge zu strukturieren.
Die ethnographisch angelegte Studie zeigt, wie sich soziale Beziehungen in performativen Prozessen von Ritualen und Ritualisierungen bilden. In diesem Sinne liegt der Fokus auf der Dramaturgie und organization ritueller Interaktionen und ihrer Effekte, der szenisch-mimetischen Expressivität, dem Aufführungs- und Inszenierungscharakter und dem praktischen Wissen sozialen Handelns.
Vier zentrale Sozialisationsfelder performativen rituellen Handelns werden analysiert: der Lebensraum der Familie, die Übergänge im Schulalltag, die Pausenspiele von Kindern und die Medieninszenierungen von Peergroups. Darüber hinaus wird das rituelle Handeln als praktisches mimetisches Wissen besimmt sowie die Stadt als performativer Raum charakterisiert.

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Diese Vergemeinschaftungsprozesse erstrecken sich über den gesamten Lebensraum der Familie, über Räume, Geschmack, Moral, Erziehung, Schadens- und Unglücksfiille bis hin zu den kommunikativen Grenzen. Rituale drUcken darin das Paradox aus, den Grenzen der Familie auf performativem Wege Geltung zu verschaffen und sie damit ebenso verhandelbar wie auch potentiell unverftigbar zu machen. Denn indem deutlich wird, daß die Differenzen (in) der Familie initiiert und in Szene gesetzt werden, inauguriert die Familie zugleich eine (Selbst-)Vergewisserung ihrer eigenen Möglichkeiten, die auf die (mehr oder weniger bewußte) Anerkennung und Übernahme ihrer (selbstgewählten) Bedingungen zielt.

51 matisieren - an der Differenz von (oralem) Schmecken und (diskursivem) Geschmack. 1 Das Ritual als symbolische Inszenierung Vor allen Victor Turner hat auf die Bedeutung des Symbolischen in rituellen Zusammenhängen hingewiesen. Die These Turners, daß die kleinste Einheit des Rituals das Symbol sei, macht zunächst deutlich, daß das Symbolische eine unverzichtbare Ebene der Betrachtung von Ritualen bleibt. In Ritualen wird eine - manchmal streng begrenzte - Auswahl von Symbolen verwendet. Rituale sind eingebunden in ein Netz von Symbolik, das wiederum soziales Handeln zu stiften in der Lage ist.

14 Denn in der Allegorie und dem Symbol verweist das Einzelne, Individuelle immer auf ein Öffentliches, Allgemeines, Objektives, Konventionelles, das den eigentlichen Sinn des Bezeichneten enthält. h. h. es ersetzt den Sachverhalt durch einen anderen Sachverhalt, der mit ihm in einem (realen) Zusammenhang steht. Das Symbol ist ein Zeichen, das wegen eines konventio- 71 72 73 74 als" (Turner 1989b, 138, 150). Vgl. ). ), who utilize a large number of symbols in connection with multiple, lively and complex rituals, do not explain them, and restrict their comments to the rules of use ....

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