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By Roland Zimmermann

Trotz Dekolonialisierung, mehreren Wellen der Demokratisierung (Huntington) und dem oftmals beschworenen Wind of swap ist festzustellen, daß sich Demokratie in Afrika nicht zu dem politischen Erfolgsmodell entwickelt hat wie etwa in Westeuropa oder in Nordamerika. Wie an einigen Fallstudien in diesem Buch herausgearbeitet, haben die Gründe dafür weniger etwas mit den Folgen des Kolonialismus oder vermeintlichen soziokulturellen Barrieren zu tun als viel mehr mit dominierenden Herrschaftseliten, die die Beschwörung der Vergangenheit (z.B. des Befreiungskampfes) und den "Gebrauch" staatlich/demokratischer Institutionen für eine dauerhafte Sicherung ihrer Macht einzusetzen wissen. Fassadendemokratien wurden zu einem scheinbar afrikanischen Schicksal, denn selbst bei Hoffnungsträgern wie Südafrika werden derartige Entwicklungen deutlich. Um diesem "afrikanischen Schicksal" einen alternativen Entwicklungspfad entgegenzusetzen, plädiert der Autor dafür, neben der Einführung staatlich/demokratischer Institutionen einen Prozess des Erlernens von Demokratie in Gang zu setzen. Dessen Ziel sollte es sein, eine gesellschaftliche Demokratisierung sowie die Herausbildung von Parteien, die entlang politischer Interessen organisiert sind, anzuschieben (Demokratisierung von unten). Da endogene Akteure (bislang jedenfalls) nicht in der Lage oder Willens waren, einen solchen - ihre Macht möglicherweise gefährdenden - Prozess zuzulassen oder zu fördern, wird der Gedanke an ein externes Demokratisierungsmanagement, ausgeübt von interdisziplinären Expertenpools, vorgestellt.

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Trotz Dekolonialisierung, mehreren Wellen der Demokratisierung (Huntington) und dem oftmals beschworenen Wind of swap ist festzustellen, daß sich Demokratie in Afrika nicht zu dem politischen Erfolgsmodell entwickelt hat wie etwa in Westeuropa oder in Nordamerika. Wie an einigen Fallstudien in diesem Buch herausgearbeitet, haben die Gründe dafür weniger etwas mit den Folgen des Kolonialismus oder vermeintlichen soziokulturellen Barrieren zu tun als viel mehr mit dominierenden Herrschaftseliten, die die Beschwörung der Vergangenheit (z.B. des Befreiungskampfes) und den "Gebrauch" staatlich/demokratischer Institutionen für eine dauerhafte Sicherung ihrer Macht einzusetzen wissen. Fassadendemokratien wurden zu einem scheinbar afrikanischen Schicksal, denn selbst bei Hoffnungsträgern wie Südafrika werden derartige Entwicklungen deutlich. Um diesem "afrikanischen Schicksal" einen alternativen Entwicklungspfad entgegenzusetzen, plädiert der Autor dafür, neben der Einführung staatlich/demokratischer Institutionen einen Prozess des Erlernens von Demokratie in Gang zu setzen. Dessen Ziel sollte es sein, eine gesellschaftliche Demokratisierung sowie die Herausbildung von Parteien, die entlang politischer Interessen organisiert sind, anzuschieben (Demokratisierung von unten). Da endogene Akteure (bislang jedenfalls) nicht in der Lage oder Willens waren, einen solchen - ihre Macht möglicherweise gefährdenden - Prozess zuzulassen oder zu fördern, wird der Gedanke an ein externes Demokratisierungsmanagement, ausgeübt von interdisziplinären Expertenpools, vorgestellt.

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1m Jh. 000 auf tiber 2 Mill. Menschen. 59 57 58 59 Vgl. Adams (1992), S. 50f. Zu Vorgeschichte und Fortgang der Kolonialisierung siehe: Guggesberg (1945 a), S. , ab 1664 brit. ). ). Adams (1992), S. 56. 35 Die Konflikte in der "neuen Welt" wuchsen, da sich mit den Kolonien in sich geschlossene gesellschaftspolitische Systeme herausbildeten, die urn die Vorherrschaft auf dem nordamerikanischen Festland konkurrierten und da die dramatisch wachsende Bevolkerung (und deren Versorgung) Raum benotigte, der von den Indios, den Ureinwohnern, besetzt war.

50 Dabei wird die hohe Wahrscheinlichkeit des Zustandekommens von Regierungswechseln zu einem entscheidenden Garanten fUr die Funktions- und Uberlebensfahigkeit dieser politischen Ordnung. 45 46 47 48 49 50 Vgl. Schroder (1994), S. 55; Doring (1994), S. 159. Vgl. SchrOder (1994), S. 27ff. Vgl. Lijphart (1984), Kap. I. 191f. Vgl. Stunn (1994), S. 186. Bei den Unterhauswahlen von 1983 beispielsweise errang die sozialdemokratisch-liberale Allianz landesweit 25,4% der abgegebenen giiltigen Stimmen, womit sie lediglich 23 der mehr als 600 Mandate (ca.

Der hohe Homogenitatsgrad im Innem der Kolonien, die Betonung von Idealen wie individuelle Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit und nicht zuletzt die externen Konkurrenzen urn Ressourcen und Lebensraum schufen im Innern der Kolonien Systeme allseitig akzeptierter Regeln der Konfliktaustragung und der gesellschaftspolitischen Organisation. 1m politischen System fand sich dies in der Organisation der politischen Interessen (Parteien-lWahlsystem), in Aufbau und Wahl von Parlamenten und Regierungen etc.

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