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Imperialisms: Historical and Literary Investigations, 1500-1900

Filling a tremendous hole in ancient, literary, and post-colonial scholarship, Imperialisms examines early id statements and nuances of dominance of the world's significant imperialisms in quite a few theatres of pageant. constructed in collaboration with major students within the box, this publication balances old essays and case experiences, and encourages investigations of conversant and competing imperialisms, their practices, and their rhetoric of self-justification.

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Die Propaganda, lautete eine verbreitete Redensart, sei wie die Bordkapelle auf einem sinkenden Schiff, das noch unterm Sog in die Tiefe aufmunternde Weisen spiele weil alles andere Notenmaterial der Bewirtschaftung unterliege. Die wirkliche Lage und die herrschende Stimmung beschrieben weit genauer die motorisierten Feldgerichte, die unterdessen durch die Straßen jagten und Wohnungen, Betriebe sowie Ruinenfelder unablässig nach Deserteuren absuchten. Wo immer der geringste Verdacht aufkam, erschossen oder erhängten sie die »Verräter« auf der Stelle.

In allen Erörterungen über die Fragen von Stellungsbau und Einsatz bestand er zudem eifersüchtig darauf, daß er allein für die Verteidigung der Stadt verantwortlich sei. Bezeichnenderweise betrachtete er denn auch Reymann als seinen Untergebenen und legte bei allen Besprechungen Wert darauf, daß der Kommandant in seinem Büro erscheine. Aus dem ganzen Galimathias von widersprüchlichen Zuständigkeiten, den steten Personalveränderungen, dem Durcheinanderreden im Befehlsbereich sowie der Unübersichtlichkeit der vorhandenen Kräfte und Mittel ergab sich ein Wirrwarr, der die Verteidigung der Stadt weit mehr behinderte als ermöglichte.

Während die Waffen zumeist aus deutscher oder tschechischer Produktion stammten, kamen die Patronen aus Italien, Frankreich oder anderen Ländern, die mit oder gegen Deutschland Krieg geführt hatten. Insgesamt gab es neben den Jagd- oder Sportflinten, die der Ablieferungspflicht unterlagen, mehr als fünfzehn verschiedene Gewehrtypen sowie eine nahezu unübersehbare Zahl von Munitionsfabrikaten. Nichts paßte mehr zusammen. Es war wie ein Abbild der Desorganisation, die auf deutscher Seite um sich griff.

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