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Das illustrierte Tibetische Totenbuch

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Vom 5. Jahrhundert vor Christus an verlegte sich das Zentrum der Philosophie mehr und mehr nach Athen. Ihr Interesse richtete sich in erster Linie unmittelbar auf den Menschen. Die Erkenntnis des Guten, das Nachdenken u ¨ber den Staat wurden zu vorherrschenden Themen. Daneben gab es aber auch einige wesentliche, das Verst¨andnis der Natur betreffende Aspekte, die nun erst voll in das Blickfeld der Philosophie gerieten: die Begriffe des Lebens und der Seele, die Beziehung von Geist und Natur. Zwar war dieser Themenkreis schon bei den ersten Naturphilosophen angeklungen: im Evolutionsgedanken des Anaximander - der Mensch hat sich aus tierischen Vorfahren entwickelt -, in Spekulationen zur stofflichen oder nichtstofflichen Natur des Geistes, in der Verbindung von Seele und Logos (anders ausgedr¨ uckt: von Bewußtsein und Weltgesetz), nicht zuletzt aber in der Erkenntnis von Grenzen der Erkenntnis: Der Seele Grenzen kannst du...

Kein Ding... getrennt von den sinnlich wahrnehmbaren Gr¨oßen gibt, so sind in den wahrnehmbaren Formen die denkbaren enthalten, sowohl die sogenannten abstrakten wie auch die Gestaltungen und Beschaffenheiten des Sinnlichen. Und deswegen kann niemand ohne Wahrnehmung etwas lernen oder verstehen ...

Andere Ausspr¨ uche sind physikalisch schlicht falsch - so die der ¨agyptischen Tradition nahestehende These, die wir schon im Eingangskapitel in Zusammenhang mit der Problematik retrospektiver Wissenschaftsgeschichte erw¨ahnt hatten: Die Sonne ist neu an jedem Tag. 42 51 Seine große Leistung aber bleibt das Postulat, es gebe eine im Grunde einfache, verborgene, aber dem suchenden menschlichen Geist wenigstens teilweise zug¨angliche Gesetzm¨aßigkeit der Welt. Dem entspricht ein Vertrauen in die Reichweite des theoretischen Denkens, das eine entscheidende Voraussetzung f¨ ur das wissenschaftliche Begreifen der Natur war.

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