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By Klaus Billerbeck

Seit mehr als anderthalb Jahrhunderten befindet sich die Welt in einem Industrialisierungsprozess, dessen Geschichte uns lehrt, dass das Wachstum der Industrien in den zuerst industrialisierten Landern durch die Industria lisierung 1 anderer Lander nicht beeintrachtigt, sondern gestarkt wird. Der "ersten Industrialisierung" in England am Ende des 18. Jahrhunderts fol gen bald Industrialisierungsansatze in den united states und in der Schweiz. Wah rend des 19 . Jahrhunderts werden immer mehr Lander von der Industrialisie rung erfasst, zunachst eine Reihe kontinentaleuropaischer Lander (Belgien, Frankreich, Deutschland, Russland, Osterreich, Schweden; in der zweiten Halfte des 19. Jahrhunderts Holland, Italien, Danemark usw. ), dann auch aussereuropaische Lander (Kanada und Japan). Um die Jahrhundertwende lassen sich auch schon in den heute als Entwicklungslander bezeichneten Gebieten erste grossere Industrialisierungsansatze erkennen: in Indien, Bra silien, Argentinien und Chile. Gleichzeitig entstehen in Australien, Neu seeland und Sudafrika die ersten grosseren Industrien. Seit etwa one hundred fifty Jahren gibt es additionally den Gegensatz zwischen Alt-Industrie landern und Neu-Industrielandern, seit mehr als 50 Jahren befinden sich unter diesen Neu-Industrielandern auch Gebiete, die heute als Entwick lungslander bezeichnet werden. Auf diesen historischen Tatbestand muss in diesem Zusammenhang hingewiesen werden, um die historische und regionale Relativitat des hier erorterten difficulties aufzuzeigen. Das seasoned blem der Auswirkungen der Industrialisierung bisher nicht industrialisier ter Lander auf bereits industrialisierte Volkswirtschaften ist weder eine einmalige noch eine erstmalige Erscheinung 2. Wenn dieses challenge gegen- 1 Der Begriff Industrialisierung beinhaltet das quantitative Wachstum und die quali tative Entwicklung in der In

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Seit mehr als anderthalb Jahrhunderten befindet sich die Welt in einem Industrialisierungsprozess, dessen Geschichte uns lehrt, dass das Wachstum der Industrien in den zuerst industrialisierten Landern durch die Industria lisierung 1 anderer Lander nicht beeintrachtigt, sondern gestarkt wird. Der "ersten Industrialisierung" in England am Ende des 18. Jahrhunderts fol gen bald Industrialisierungsansatze in den united states und in der Schweiz. Wah rend des 19 . Jahrhunderts werden immer mehr Lander von der Industrialisie rung erfasst, zunachst eine Reihe kontinentaleuropaischer Lander (Belgien, Frankreich, Deutschland, Russland, Osterreich, Schweden; in der zweiten Halfte des 19. Jahrhunderts Holland, Italien, Danemark usw. ), dann auch aussereuropaische Lander (Kanada und Japan). Um die Jahrhundertwende lassen sich auch schon in den heute als Entwicklungslander bezeichneten Gebieten erste grossere Industrialisierungsansatze erkennen: in Indien, Bra silien, Argentinien und Chile. Gleichzeitig entstehen in Australien, Neu seeland und Sudafrika die ersten grosseren Industrien. Seit etwa one hundred fifty Jahren gibt es additionally den Gegensatz zwischen Alt-Industrie landern und Neu-Industrielandern, seit mehr als 50 Jahren befinden sich unter diesen Neu-Industrielandern auch Gebiete, die heute als Entwick lungslander bezeichnet werden. Auf diesen historischen Tatbestand muss in diesem Zusammenhang hingewiesen werden, um die historische und regionale Relativitat des hier erorterten difficulties aufzuzeigen. Das seasoned blem der Auswirkungen der Industrialisierung bisher nicht industrialisier ter Lander auf bereits industrialisierte Volkswirtschaften ist weder eine einmalige noch eine erstmalige Erscheinung 2. Wenn dieses challenge gegen- 1 Der Begriff Industrialisierung beinhaltet das quantitative Wachstum und die quali tative Entwicklung in der In

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Je mehr Hilfe gewährt wird, desto größer wird die Zahl der zu finanzierenden Einzelprojekte, desto umfangreicher werden aber auch die Anforderungen an die Hilfsorganisationen der Industrieländer, zur Vermeidung von Fehlinvestitionen neben der einzelnen (betriebswirtschaftlichen) Projektprüfung auch die Stellung des betreffenden Projektes im Rahmen der Gesamtwirtschaft und des volkswirtschaftlichen Entwicklungsprozesses zu untersuchen, über jedes Einzelprojekt zu verhandeln etc. Die Folge ist eine überproportionale Aufblähung des Verwaltungsapparates der Entwicklungshilfe, entsprechend schwieriger wird auch die entwicklungspolitische Steuerung.

Diese Form der Auslandsinvestitionen ist also vorausgesetzt, daß ein dynamisches Unternehmertum in diesen Produktionszweigen vorhanden ist - als ein wesentliches Hilfsmittel einer produktivitätsorientierten Industriepolitik in den Industrieländern anzusehen 35. Konsequenzen für die Industriepolitik Die Aufgaben einer Industriepolitik können nur auf der Grundlage einer ständigen Analyse des industriellen Wachstums durchgeführt werden, die in erster Linie die Beobachtung der Veränderungen in der Industriestruktur, der Wandlung der industriellen Schwerpunkte, der Entstehung neuer Wachstumsindustrien und des Absinkens alter Wachstumsindustrien zu stagnierenden Industrien zum Gegenstand hat.

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