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By Friedrich Krotz

Wir leben in einer Zeit grundlegenden, vielfältigen und schnellen Wandels, in dessen Verlauf sich auch die Bedeutung der Kommunikationsmedien verändert. Es ist das Anliegen des vorliegenden Bandes, einen Metaprozeß "Mediatisierung von Kommunikation" theoretisch zu entwerfen und zu begründen, mit dem dieser gesellschaftliche Wandel analysiert werden kann. Der Band beruft sich dabei auf empirischen Studien über die computervermittelte Kommunikation und über die Weiterentwicklung der ‚alten' Medien. So wird über das Vordringen des Fernsehens in öffentliche Räume und dessen Konsequenzen berichtet - in U-Bahnen und Kneipen, in Lifestyle-Geschäfte und Wartesäle, als neue shape von Schulfernsehen, enterprise television und position dependent television. In Bezug auf diese empirischen Grundlagen wird ein handlungstheoretisch-konstruktivistisches Konzept von ‚Mediatisierung' entwickelt, in dessen Perspektive sich Einzelbeobachtungen, Ergebnisse empirischer Arbeiten und kommunikations- und medienwissenschaftliche Theoriestücke fruchtbar zusammendenken lassen. Zudem wird der Prozeß der Mediatisierung in seinem Verhältnis zu Individualisierung, Globalisierung und Zivilisation (im Sinne Elias') disktuiert.

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Wir leben in einer Zeit grundlegenden, vielfältigen und schnellen Wandels, in dessen Verlauf sich auch die Bedeutung der Kommunikationsmedien verändert. Es ist das Anliegen des vorliegenden Bandes, einen Metaprozeß "Mediatisierung von Kommunikation" theoretisch zu entwerfen und zu begründen, mit dem dieser gesellschaftliche Wandel analysiert werden kann. Der Band beruft sich dabei auf empirischen Studien über die computervermittelte Kommunikation und über die Weiterentwicklung der ‚alten' Medien. So wird über das Vordringen des Fernsehens in öffentliche Räume und dessen Konsequenzen berichtet - in U-Bahnen und Kneipen, in Lifestyle-Geschäfte und Wartesäle, als neue shape von Schulfernsehen, enterprise television und position dependent television. In Bezug auf diese empirischen Grundlagen wird ein handlungstheoretisch-konstruktivistisches Konzept von ‚Mediatisierung' entwickelt, in dessen Perspektive sich Einzelbeobachtungen, Ergebnisse empirischer Arbeiten und kommunikations- und medienwissenschaftliche Theoriestücke fruchtbar zusammendenken lassen. Zudem wird der Prozeß der Mediatisierung in seinem Verhältnis zu Individualisierung, Globalisierung und Zivilisation (im Sinne Elias') disktuiert.

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Die Leitfrage ist hier, was geschieht, wenn eine Person einen öffentlichen Platz mit Fernsehen betritt. 5 schließlich geht auf besondere Probleme ein, die Gruppen mit solchen medialen Angeboten haben, deren Gruppenkommunikation ja durch das Angebot fernzusehen unter Druck gerät. 6 werden schließlich einige wenige wichtige Thesen zusammengefasst. Eine ausführlichere und erweiterte Diskussion auch im Hinblick auf die angestrebten Vergleiche von Fernsehnutzung in der Öffentlichkeit in Deutschland mit der in den USA und generell mit Fernsehnutzung zu Hause findet dann in Kapitel 6 statt.

Analoge Weise behandelt werden können, wie zu sehen sein wird. Kommunikation findet in der hier eingenommenen Perspektive also in ihrer ursprünglichen Form zwischen Menschen statt. Ihre Basis ist die direkte interpersonale, also die Face-to-face-Kommunikation, die dementsprechend ja auch primär genannt wird. Weil Kommunikation zwischen Menschen entstanden ist (und Menschen umgekehrt erst durch Kommunikation entstehen), verstehen wir das unmittelbare Gespräch zwischen Menschen als grundlegende und paradigmatische Form von Kommunikation.

Dabei werden diese Unterschiede zum Teil um einer größeren Deutlichkeit willen prognostisch formuliert: Wenn sich die vorherrschenden Formen von Kommunikation verändern, so verändern sich möglicher Weise auch die anderen Formen von in der Gesellschaft üblichen Kommunikation, aber auch die auf Kommunikation beruhenden sozialen und kulturellen Phänomene und Entitäten: darin drückt sich der Prozess der Mediatisierung aus. Insgesamt gilt auch für dieses Kapitel wieder, dass vieles nur umrissen wird, soweit es ftir die weiteren Zwecke des Bandes, nämlich die Konzeption und Untersuchung von Mediatisierung, von Bedeutung ist.

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