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By Elke Ebner

Dass es im Zeitalter der Massenmedien keine Zeit mehr für tiefgreifende politische Lösungen gibt, ist ein beliebter Topos postmodernen Denkens. Mit dieser Einschätzung kollidiert die Beobachtung, dass politische Entscheidungen in Deutschland nur in großen Zeiträumen getroffen werden. Bei all dem herrscht Unklarheit darüber, wie die Zeit der Politik näher beschrieben werden kann. Wer oder was once generiert denn eigentlich die Zeit politischen Entscheidens? Die Betrachtung der Institutionen und Verfahren, die für die Gesetzgebung zwingend sind, verspricht Aufschluss: Wie die politischen Organisationsstrukturen die zeitlichen Abläufe der Gesetzgebung bestimmen, kann am Beispiel der Gesundheitsreform sowie an der Einführung der Pflegeversicherung und der deutsch-deutschen Währungsunion gezeigt werden.

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Dass es im Zeitalter der Massenmedien keine Zeit mehr für tiefgreifende politische Lösungen gibt, ist ein beliebter Topos postmodernen Denkens. Mit dieser Einschätzung kollidiert die Beobachtung, dass politische Entscheidungen in Deutschland nur in großen Zeiträumen getroffen werden. Bei all dem herrscht Unklarheit darüber, wie die Zeit der Politik näher beschrieben werden kann. Wer oder was once generiert denn eigentlich die Zeit politischen Entscheidens? Die Betrachtung der Institutionen und Verfahren, die für die Gesetzgebung zwingend sind, verspricht Aufschluss: Wie die politischen Organisationsstrukturen die zeitlichen Abläufe der Gesetzgebung bestimmen, kann am Beispiel der Gesundheitsreform sowie an der Einführung der Pflegeversicherung und der deutsch-deutschen Währungsunion gezeigt werden.

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Die Zeit des politischen Entscheidens: Zwischen medialer Unmittelbarkeit und institutioneller Lähmung

Dass es im Zeitalter der Massenmedien keine Zeit mehr für tiefgreifende politische Lösungen gibt, ist ein beliebter Topos postmodernen Denkens. Mit dieser Einschätzung kollidiert die Beobachtung, dass politische Entscheidungen in Deutschland nur in großen Zeiträumen getroffen werden. Bei all dem herrscht Unklarheit darüber, wie die Zeit der Politik näher beschrieben werden kann.

Winner’s Edge — Konzepte für Vorsprung

Dr. Dietrich Buchner ist geschäftsführender Gesellschafter der Winner's facet, einer Gesellschaft für Führungs-, Strategie- und Verkaufscoaching in Düsseldorf. Er ist Herausgeber der Bücher "NLP im Business", "Team training" und "Vision und Wandel", die ebenfalls im Gabler Verlag erschienen sind. Die Mitautoren sind erfahrene Veränderungsberater und accomplice der Winner's part GmbH.

Interaktives Fernsehen: Entwicklung, Dimensionen, Fragen, Thesen

Dr. Georg Ruhrmann ist Vertretungsprofessor für Medienwissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau/Thüringen. Jörg-Uwe Nieland ist Diplom-Sozialwissenschaftler am Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e. V. (RISP), Duisburg.

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Wenn das Muster alle Teile des Geschehnisses iiberdauert und auch in seiner Gesamtheit zum Tragen kommt, dann gewinnt das Geschehnis vermoge seines Musters an Relevanz. Diese Dauer des Musters ist entscheidend fur die Unterscheidung von Raum und Zeit. Ein Muster, das raumlich gesehen jetzt stattfindet, schafft die Voraussetzung fUr die Relation der Teilgeschehnisse zueinander. ). Ein Muster, das eine besondere zeitliche Reihenfolge herausbildet, kann in jedem zeitlichen Schnitt seiner Geschichte wiederholt werden.

116). Ein Ereignis, das an eine bestimmte Situation anschlieBt, verandert dadurch die bisherige Situation und iiberfiihrt sie in ein neues Stadium, sodass dann zwischen dem alten und dem neuen Zustand unterschieden werden kann. Ereignisse sind also nur als Anschlussereignisse zu begreifen. Sie miissen in Zusammenhang mit anderen gesehen werden und wissen nur auf Grund der ihnen inharenten Sozialitat voneinander. Sozialitat liegt im Ereignischarakter der Welt begriindet und ist kein Spezifikum menschlicher Gesellschaften.

Demzufolge hat jedes soziale System lediglich sein eigenes Oberleben im Sinn und verfolgt dazu nur die Operationen, die ihm sein Oberleben sichem. Ein System selegiert seine Operationen ausschlieBlich nach eigenen Kriterien, in Folge dessen soziale Systeme nur den Umweltkontakt haben, den sie sich ermoglichen, ohne die eigene Autopoiesis zu bedrohen. Diese Systeme werden als operativ geschlossen gegenUber ihrer Umwelt bezeichnet. Dadurch sind sie autonom: "Alles, was in ihnen geschieht, ist durch interne Organisation vorgeschrieben" (Nassehi 1993, S.

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