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By Olaf Kühne

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Macht- und Distinktionsvermittelten Verhältnis der Gesellschaft zu Landschaften. Landschaften werden dabei in erster Linie nicht als physisch gegeben betrachtet, sondern als sozial konstruiert und in den physischen Raum projiziert. Dabei wird die Frage behandelt, mit welchen Macht- und Distinktionsmechanismen Landschaft definiert wird. Hierbei werden ästhetische Bezüge ebenso hergestellt wie naturschutzfachliche und planerische. Die theoretische Grundlage der Arbeit liegt insbesondere in der Soziologie von Pierre Bourdieu.

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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Macht- und Distinktionsvermittelten Verhältnis der Gesellschaft zu Landschaften. Landschaften werden dabei in erster Linie nicht als physisch gegeben betrachtet, sondern als sozial konstruiert und in den physischen Raum projiziert. Dabei wird die Frage behandelt, mit welchen Macht- und Distinktionsmechanismen Landschaft definiert wird. Hierbei werden ästhetische Bezüge ebenso hergestellt wie naturschutzfachliche und planerische. Die theoretische Grundlage der Arbeit liegt insbesondere in der Soziologie von Pierre Bourdieu.

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32 Mit dieser Position steht Leser auch in eklatantem Widerspruch zur geographischen Forschungstradition, da bereits der Begründer der (zu jener Zeit noch geodeterministisch ausgeprägten) deutschen Anthropogeographie, Ratzel (1904), in seiner Schrift über die Naturschilderung ausführlich über die Bedeutung ästhetischer Naturreflexion schreibt (vgl. auch Eisel 1980, Schultz 1980). 43 Ausdruck der Jahrzehnte dauernden Dispute innerhalb der Geowissenschaften, insbesondere der Geographie, um den Begriff der Landschaft verstehen33.

4. Individuell aktualisierte gesellschaftliche Landschaft impliziert eine emotionale Dimension. Landschaft ist Projektionsfläche von Gefühlen (wie Heimatgefühl oder Fernweh), die insbesondere an Raumsymbole geknüpft sind. 5. Individuell aktualisierte gesellschaftliche Landschaft beinhaltet die Konstruktion eines Ist- und eines Soll-Zustandes, hinsichtlich einzelner Objekte und Symbole, aber auch hinsichtlich der Synthese von Objekten und Symbolen zu Landschaft. Die Konstruktion des Soll-Zustandes einer angeeigneten physischen Landschaft ist von idealtypischen Vorstellungen von Landschaft geprägt, wie sie beispielsweise in den Panoramen der Landschaftsmalerei und literarischen Landschaftsbefassung angelegt sind (Hartmann 1982)22.

Darüber hinaus stehen naturwissenschaftlich-rationale Auffassungen bildhaft-ästhetischen Konzepten ebenso gegenüber wie analytisch-zergliedernde Zugänge holistischen Interpretationen27. An dieser Stelle sollen exemplarisch die Landschaftskonzeptionen zweier außersoziologischer Wissenschaften behandelt werden, die jedoch auf die Konstitution der modernen (und postmodernen) Landschaftsbegriffe erhebliche Einflüsse hatten und haben: jene der Geographie und jene der Ästhetik. 1 Zum Landschaftsbegriff in der Geographie Charakteristisch für die geographische Fachsprache ist ± Hard (1977) zufolge ± das teilweise Beibehalten des mittelalterlichen Bedeutungsinhaltes des Wortes Landschaft im Sinne von Region, der im 19.

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