Download Einführung in die Ökologische Psychologie by Rudolf Miller PDF

By Rudolf Miller

Die Rolle des Menschen bei der Veränderung seiner (Um-)Welt wird in den letzten Jahren zunehmend intensiver thematisiert. Die Diskussionen über Wech­ sei wirkungen menschlichen Handeins - hier in der Regel verstanden als gesell­ schaftliches Handeln - und sich vollziehender Umweltveränderungen, werden überwiegend von Politikern und/oder Naturwissenschaftlern geführt. In dieser Einführung sollen solche Theorien und Konzepte vorgestellt werden, die den Menschen in seiner Bestimmung durch die Umwelt und seine Wirkung auf die Umwelt gleichermaßen berücksichtigen. Wir gehen davon aus, daß der Mensch Bestandteil seiner Umwelt ist. Die Dis­ kussion wissenschaftstheoretischer Positionen und methodischer Probleme bei der Erfassung und Beschreibung von Umwelt führt in vielen Fällen sehr schnell zu einer Auflösung dieser Einheit von Mensch und Umwelt. Es kann nicht das Ziel sein, in einem unreflektierten, ,Zurück-zur-Natur" die Lösung aller Probleme zu suchen. Die sachlich-kritische Darstellung solcher psychologischen Ansätze, die die Mensch-Umwelt-Interaktion stärker akzentui­ eren, kann vielmehr dazu beitragen, neben dem Erkennen allgemeiner Gesetz­ mäßigkeiten menschlichen Handeins, unsere Selbst-und Umweltwahrnehmung zu verbessern und unser eigenes Handeln in unserer sozialen und geographisch­ physikalischen Umwelt bewußter zu gestalten. Diese Einführung richtet sich an Studierende und Berufstätige, die daran inter­ essiert sind, sich intensiver mit den ökologisch-psychologischen Bedingungen und Konsequenzen ihres Handeins auseinanderzusetzen. Dabei wird über die breit angelegte Diskussion der wechselseitigen Bedingtheit von Individuum und Umwelt eine mögliche Vertiefung durch die selbständige Lektüre zusätzlicher Li­ teratur vorbereitet. Frau Kruse, Herrn Lück sowie allen Kolleginnen und Kollegen danke ich für Hinweise und konstruktive Kritiken bei der Erstellung des Manuskriptes zu die­ sem Buch.

Show description

By Rudolf Miller

Die Rolle des Menschen bei der Veränderung seiner (Um-)Welt wird in den letzten Jahren zunehmend intensiver thematisiert. Die Diskussionen über Wech­ sei wirkungen menschlichen Handeins - hier in der Regel verstanden als gesell­ schaftliches Handeln - und sich vollziehender Umweltveränderungen, werden überwiegend von Politikern und/oder Naturwissenschaftlern geführt. In dieser Einführung sollen solche Theorien und Konzepte vorgestellt werden, die den Menschen in seiner Bestimmung durch die Umwelt und seine Wirkung auf die Umwelt gleichermaßen berücksichtigen. Wir gehen davon aus, daß der Mensch Bestandteil seiner Umwelt ist. Die Dis­ kussion wissenschaftstheoretischer Positionen und methodischer Probleme bei der Erfassung und Beschreibung von Umwelt führt in vielen Fällen sehr schnell zu einer Auflösung dieser Einheit von Mensch und Umwelt. Es kann nicht das Ziel sein, in einem unreflektierten, ,Zurück-zur-Natur" die Lösung aller Probleme zu suchen. Die sachlich-kritische Darstellung solcher psychologischen Ansätze, die die Mensch-Umwelt-Interaktion stärker akzentui­ eren, kann vielmehr dazu beitragen, neben dem Erkennen allgemeiner Gesetz­ mäßigkeiten menschlichen Handeins, unsere Selbst-und Umweltwahrnehmung zu verbessern und unser eigenes Handeln in unserer sozialen und geographisch­ physikalischen Umwelt bewußter zu gestalten. Diese Einführung richtet sich an Studierende und Berufstätige, die daran inter­ essiert sind, sich intensiver mit den ökologisch-psychologischen Bedingungen und Konsequenzen ihres Handeins auseinanderzusetzen. Dabei wird über die breit angelegte Diskussion der wechselseitigen Bedingtheit von Individuum und Umwelt eine mögliche Vertiefung durch die selbständige Lektüre zusätzlicher Li­ teratur vorbereitet. Frau Kruse, Herrn Lück sowie allen Kolleginnen und Kollegen danke ich für Hinweise und konstruktive Kritiken bei der Erstellung des Manuskriptes zu die­ sem Buch.

Show description

Read Online or Download Einführung in die Ökologische Psychologie PDF

Similar german_10 books

Die Zeit des politischen Entscheidens: Zwischen medialer Unmittelbarkeit und institutioneller Lähmung

Dass es im Zeitalter der Massenmedien keine Zeit mehr für tiefgreifende politische Lösungen gibt, ist ein beliebter Topos postmodernen Denkens. Mit dieser Einschätzung kollidiert die Beobachtung, dass politische Entscheidungen in Deutschland nur in großen Zeiträumen getroffen werden. Bei all dem herrscht Unklarheit darüber, wie die Zeit der Politik näher beschrieben werden kann.

Winner’s Edge — Konzepte für Vorsprung

Dr. Dietrich Buchner ist geschäftsführender Gesellschafter der Winner's part, einer Gesellschaft für Führungs-, Strategie- und Verkaufscoaching in Düsseldorf. Er ist Herausgeber der Bücher "NLP im Business", "Team training" und "Vision und Wandel", die ebenfalls im Gabler Verlag erschienen sind. Die Mitautoren sind erfahrene Veränderungsberater und associate der Winner's side GmbH.

Interaktives Fernsehen: Entwicklung, Dimensionen, Fragen, Thesen

Dr. Georg Ruhrmann ist Vertretungsprofessor für Medienwissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau/Thüringen. Jörg-Uwe Nieland ist Diplom-Sozialwissenschaftler am Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e. V. (RISP), Duisburg.

Additional resources for Einführung in die Ökologische Psychologie

Example text

S. 266 t). 1. Da der Mensch über Symbole verfügt, ist er in der Lage, Informationen zu 2. 3. 4. 5. 6. speichern und beliebig wieder zu aktualisieren. Während in psychologischen Ökosystemen der Austausch von Informationen die wesentlichste Rolle spielt, ist es in den biologischen Ökosystemen der stoffliche und energetische Austausch. Bei einem weit gefaßten Ökosystembegriff rückt der strukturelle Aspekt auf Kosten des funktionalen in den Vordergrund. Wir haben bereits mehrfach betont, daß der Mensch in einem Ökosystem gleichzeitig als Subjekt und als Objekt fungiert.

Zu unseren Ausführungen zu diesem Thema wollen wir aber noch einige Aspekte hinzufügen, die speziell für die Gedankengänge in der Humanökologie von Bedeutung sind. Eibl-Eibesfeldt schreibt dazu " ... TIere sind in genau definierten Bereichen ihres I-erhaltens durch stammesgeschichtliche Anpassungen vorprogrammiert. Diese Einsicht hat sich heute weitgehend durchgesetzt. Nurder Mensch soll da nach Ansicht einiger Psychologen und Anthropologen eine Ausnahme machen. Von einigen Reflexen des Neugeborenen abgesehen, würde der Mensch alles lernen, hieß es.

4 Anmerkung Die Anpassung ist ein dynamischer Prozeß, da weder Organismus noch die ihn umgebende Umwelt konstant bleiben. Aus der Psychologie wissen wir, daß ein großer Teil der Verhaltensunterschiede bei Menschen aufUmweltveränderungen zurückgeht. Neben vielen Untersuchungen aus dem Bereich der Sozialpsychologie sei an dieser Stelle nur auf die Studien von Rene Spitz (1945) hingewiesen, der den Zusammenhang zwischen dem Fehlen sozialer und materieller Umweltreize und negativen Auswirkungen für die kindliche Entwicklung nachgewiesen hat.

Download PDF sample

Rated 4.79 of 5 – based on 41 votes