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By Anke Grotlüschen

Aufbauend auf Theorien und Forschungsergebnissen zu Bildungsinteressen geht Anke Grotlüschen der Frage nach, wie Interesse entsteht und verläuft und diskutiert die Rahmenbedingungen einer erneuerten pädagogischen Interessetheorie. Die Arbeit fußt auf pragmatistischer, subjektwissenschaftlicher und habitustheoretischer Theorie, die zu einem Zweiachsenmodell der Interessegenese führt. Drei empirische Annäherungen stützen zwei zentrale Thesen: Interesse durchläuft die Phasen der Latenz, der growth und der Kompetenz (Interessephasen). Es entsteht und vergeht nur langsam (Interesseträgheit). Die Autorin zeigt, dass die Entstehung von Lerninteressen und Lernwiderständen auf die umgebende Welt in differenzierbarer Weise bezogen sind. Dennoch sind sie zugleich unabdingbar an eine subjektiv empfundene Selbstbestimmung gebunden. Beide Elemente – der äußere Anstoß und die subjektiv erlebte Selbstbestimmung – charakterisieren das Phänomen Interesse.

Das Buch wendet sich an Dozierende und Studierende der Soziologie und der Erziehungswissenschaft sowie an Personen, die in ihrem beruflichen Umfeld mit der Erwachsenenbildung befasst sind.

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Aufbauend auf Theorien und Forschungsergebnissen zu Bildungsinteressen geht Anke Grotlüschen der Frage nach, wie Interesse entsteht und verläuft und diskutiert die Rahmenbedingungen einer erneuerten pädagogischen Interessetheorie. Die Arbeit fußt auf pragmatistischer, subjektwissenschaftlicher und habitustheoretischer Theorie, die zu einem Zweiachsenmodell der Interessegenese führt. Drei empirische Annäherungen stützen zwei zentrale Thesen: Interesse durchläuft die Phasen der Latenz, der growth und der Kompetenz (Interessephasen). Es entsteht und vergeht nur langsam (Interesseträgheit). Die Autorin zeigt, dass die Entstehung von Lerninteressen und Lernwiderständen auf die umgebende Welt in differenzierbarer Weise bezogen sind. Dennoch sind sie zugleich unabdingbar an eine subjektiv empfundene Selbstbestimmung gebunden. Beide Elemente – der äußere Anstoß und die subjektiv erlebte Selbstbestimmung – charakterisieren das Phänomen Interesse.

Das Buch wendet sich an Dozierende und Studierende der Soziologie und der Erziehungswissenschaft sowie an Personen, die in ihrem beruflichen Umfeld mit der Erwachsenenbildung befasst sind.

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E. nicht unabhängig von Subjekten, sondern werden von einem aktiven Subjekt mit Bedeutung versehen (a. a. , S. 33). Die Bedeutung enthält ein Thema durch sein Potenzial, zum persönlichen Wachstum (growth) beizutragen (a. a. , S. 41). Insofern sind Interessen nicht beliebig herzustellen, sondern stehen in Spannungsverhältnis zur Handlungssequenz eines Menschen. Die Betonung des aktiven Menschen ist seinerzeit schon eine Antwort auf den aufkommenden Behaviorismus mit seinem Konzept des passiven, auf Reize reagierenden Subjekts.

S. 113). Weiterhin wird angemerkt, dass Dewey wenig zur genuin pädagogischen Frage der Förderung als sinnvoll erachteter Handlungen gearbeitet habe. Hier wird entgegnet, dass die Absicht, in das Leben des anderen pädagogisch einzugreifen, von Dewey nicht geteilt wird (a. a. , S. 115). Drittens wird Dewey seine Naivität hinsichtlich der Vereinbarkeit von Einzelinteressen und Gemeinwohlinteressen vorgehalten. Diesen Vorwurf entkräftet Bohnsack nicht. Das harmonistische und gelegentlich idealistische Bild einer demokratischen Welt, das Dewey entwirft, stellt auch für ihn – wie für Faulstich – eine offene Flanke des Theoriesystems dar.

Vielmehr stellt er heraus, dass gerade nach John Dewey diese inhaltsleere Bewährung am Praktischen eben nicht das Ziel bildungspolitischer Bemühungen sein könne, sondern dass Bildung dem Gemeinwohl zu dienen habe (a. a. , S. 404). Tatsächlich wäre dieser Gedanke zu Ende zu führen mit der Frage, inwiefern Kenntnis und Verarbeitung von Literatur genuin zum Gemeinwohl beitragen (z. B. indem sie einen Teil jener inneren Substanz herstellen, die der billigen Verführung neoliberaler jeder-gegen-jeden-Konkurrenz zu widerstehen imstande ist).

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