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By Kathia Serrano-Velarde

Evaluation, Akkreditierung und Politik analysiert die Entstehung eines deutschen und europäischen Marktes der Qualitätssicherung für die Hochschullehre. Der so genannte Bolognaprozess verpflichtet die europäischen Mitgliedsstaaten, Anstrengungen vorzunehmen, um das Hochschulstudium vergleichbarer zu machen und teilweise sogar zu vereinheitlichen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung bildet die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen, die von nationalen reviews- und Akkreditierungsagenturen auf ihre Qualität geprüft und zertifiziert werden müssen. Im Fokus der Untersuchung steht ein Strukturbildungsprozess, der die Gründung deutscher reviews- und Akkreditierungsagenturen als Teil einer nationalen Reform der Hochschulsteuerung motivierte. Dieser Strukturbildungsprozess hatte weit reichende Implikationen für die deutsche und europäische Hochschulpolitik, die in der Studie qualitativ und quantitativ ergründet werden.

Die Studie wurde mit dem Europapreis 2007 des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller ausgezeichnet.

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Evaluation, Akkreditierung und Politik analysiert die Entstehung eines deutschen und europäischen Marktes der Qualitätssicherung für die Hochschullehre. Der so genannte Bolognaprozess verpflichtet die europäischen Mitgliedsstaaten, Anstrengungen vorzunehmen, um das Hochschulstudium vergleichbarer zu machen und teilweise sogar zu vereinheitlichen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung bildet die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen, die von nationalen reviews- und Akkreditierungsagenturen auf ihre Qualität geprüft und zertifiziert werden müssen. Im Fokus der Untersuchung steht ein Strukturbildungsprozess, der die Gründung deutscher reviews- und Akkreditierungsagenturen als Teil einer nationalen Reform der Hochschulsteuerung motivierte. Dieser Strukturbildungsprozess hatte weit reichende Implikationen für die deutsche und europäische Hochschulpolitik, die in der Studie qualitativ und quantitativ ergründet werden.

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Die Gleichschaltung der Hochschulen im Zuge der Machtergreifung sollte deshalb nicht zuletzt als Ergebnis des sozialen Klimas interpretiert werden, das damals an den Universitäten herrschte. Widerstände wurden noch in den Anfangsjahren des Naziregimes gebrochen. 1933 setze eine nationalsozialistische ‚Hochschulpolitik‘ ein, die auf die Gleichschaltung des Lehr- und Forschungsbetriebs abzielte (Ellwein 1992). Die systematische Entfernung politisch missliebiger und nichtarischer Lehrpersonen beschnitt die Universität durchschnittlich um 40 % ihres Lehrpersonals, wobei es erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Universitäten gab.

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