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By Christine Riegel, Thomas Geisen

Die Frage der Zugehörigkeit ist für Jugendliche mit Migrationshintergrund prekär. Sie werden mit ethnisiert-vergeschlechtlichten Zuschreibungen und national-kulturellen Zuordnungen konfrontiert. Diese stehen vielfach im Widerspruch zu ihrer Lebensrealität und zu ihrem Selbstverständnis. Vor diesem Hintergrund beschäftigen sich die Beiträge des Bandes mit den Orientierungs- und Handlungsformen von Jugendlichen in biografischen und jugendkulturellen Kontexten. Es werden Verortungsstrategien im transkulturellen und lokalen Raum aufgezeigt und Ambivalenzen im Umgang mit vorherrschenden Gender- und Ethnizitätskonstruktionen diskutiert.

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By Christine Riegel, Thomas Geisen

Die Frage der Zugehörigkeit ist für Jugendliche mit Migrationshintergrund prekär. Sie werden mit ethnisiert-vergeschlechtlichten Zuschreibungen und national-kulturellen Zuordnungen konfrontiert. Diese stehen vielfach im Widerspruch zu ihrer Lebensrealität und zu ihrem Selbstverständnis. Vor diesem Hintergrund beschäftigen sich die Beiträge des Bandes mit den Orientierungs- und Handlungsformen von Jugendlichen in biografischen und jugendkulturellen Kontexten. Es werden Verortungsstrategien im transkulturellen und lokalen Raum aufgezeigt und Ambivalenzen im Umgang mit vorherrschenden Gender- und Ethnizitätskonstruktionen diskutiert.

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Trotz dieser Begrenzungen ist die soziale Mobilität für Jugendliche mit Migrationshintergrund ein wichtiges Thema. So zeigt sich bei ihnen etwa eine starke Aufstiegsorientierung, die unter anderem im „Familienprojekt der Migration“ (2003: 314) begründet sein kann. Damit bewegen sie sich auf Orte im sozialen Raum zu, die bislang von Familienangehörigen noch nicht erreicht wurden. Sie können daher als ‘Pioniere’ bezeichnet werden. Mit dem sozialen Aufstieg vollzieht sich also auch ein Prozess der Distanzierung vom Herkunftsmilieu.

Vielmehr gelte es auch Migrantinnen in den Kategorien der allgemeinen Sozialisationsforschung zu erfassen, denn auch ihre „Fähigkeit“ ist eine allgemeine Form der Lebensbewältigung (2002: 336). Am Beispiel bildungserfolgreicher MigrantInnen zeigt sich, dass es den jugendlichen MigrantInnen im biografischen Verlauf über Bildungsprozesse gelingen kann, Formen der ‘Identitätstransformation’ und Selbstpositionierung zu realisieren. Dabei werden eigene Strategien entwickelt, um bestehende Handlungsmöglichkeiten auszuschöpfen und zu erweitern.

Die jungen Frauen, die sie in ihrer Studie befragt hat befinden sich daher in einer „ambivalenten Situation. ). Die Schaffung von „Culture’s In-Between“ (Bhabha 1996) oder „Third Spaces“ (vgl. Riegel 2004: 353), transnationalen Räumen und Kulturen, hat für die jungen Migrantinnen daher eine besondere Bedeutung, da sich ihnen hier eine Rückzugsmöglichkeit bietet, wenn ihnen die Anerkennung verwehrt wird. Riegel verweist in diesem Zusammenhang auch auf die ambivalente Bedeutung der Familie. ) Auf diese starke und kämpferische Seite sind die jungen Frauen stolz, sie gibt ihnen weiterführende Handlungsfähigkeit und Selbstbewusstsein.

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