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By Holger Lengfeld

In welcher Weise wirkt sich der Aufbau von Unternehmen und Verwaltungen auf die Lebenschancen von Menschen mit unterschiedlicher berufsbezogener Klassenlage aus? Ausgehend von Befunden aus der neueren Schichtungs- und Organisationsforschung zeigt diese Studie, dass berufsbezogene Klassenlagen und formale Organisationsstrukturen ihre Wirkung unabhängig voneinander entfalten. Alle abhängig beschäftigten Arbeitnehmer verdienen mehr oder sind länger beschäftigt, wenn sie z.B. in großen Arbeitsorganisationen oder in solchen mit internem Arbeitsmarkt tätig sind. Allerdings beeinflussen diese Organisationsstrukturen die Lebenschancen der in einer Gesellschaft am schlechtesten gestellten Erwerbstätigen am stärksten. Gering qualifizierte Arbeiter/innen und Angestellte können ihre Lebenschancen erheblich steigern, wenn sie Jobs in Organisationen mit vorteilhaften Verteilungsstrukturen finden. Umgekehrt können sie bei der Arbeitsplatzsuche auch mehr verlieren als es Facharbeitern oder den Angehörigen der Dienstklassen möglich ist. Diese Zusammenhänge werden anhand von empirischen Analysen mit US-amerikanischen Umfragedaten verdeutlicht.

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In welcher Weise wirkt sich der Aufbau von Unternehmen und Verwaltungen auf die Lebenschancen von Menschen mit unterschiedlicher berufsbezogener Klassenlage aus? Ausgehend von Befunden aus der neueren Schichtungs- und Organisationsforschung zeigt diese Studie, dass berufsbezogene Klassenlagen und formale Organisationsstrukturen ihre Wirkung unabhängig voneinander entfalten. Alle abhängig beschäftigten Arbeitnehmer verdienen mehr oder sind länger beschäftigt, wenn sie z.B. in großen Arbeitsorganisationen oder in solchen mit internem Arbeitsmarkt tätig sind. Allerdings beeinflussen diese Organisationsstrukturen die Lebenschancen der in einer Gesellschaft am schlechtesten gestellten Erwerbstätigen am stärksten. Gering qualifizierte Arbeiter/innen und Angestellte können ihre Lebenschancen erheblich steigern, wenn sie Jobs in Organisationen mit vorteilhaften Verteilungsstrukturen finden. Umgekehrt können sie bei der Arbeitsplatzsuche auch mehr verlieren als es Facharbeitern oder den Angehörigen der Dienstklassen möglich ist. Diese Zusammenhänge werden anhand von empirischen Analysen mit US-amerikanischen Umfragedaten verdeutlicht.

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Z. B. Carroll/Mayer 1986). Die Ursache dafür, warum es ungleich bewertete Positionen gibt, wird nicht den Organisationen auf der gesellschaftlichen Mesoebene zugeschrieben, sondern als das Resultat gesellschaftlich institutionalisierter Makrostrukturen gedeutet. Im Falle der Arbeitsorganisationen sind es in der Wrightschen Klassentheorie die Kombination aus Eigentumsverhältnissen und beruflicher Stellung, und für die neo-weberianische Variante ist dies die gesellschaftliche Machtverteilung, die sich aus Berufsstruktur der Gesellschaft ergibt (vgl.

Fallen die beobachteten Effekte für Beschäftigte mit unterschiedlichen Merkmalen (wie z. B. Geschlecht, Qualifikationsgrad oder berufliche Stellung) verschieden stark aus? 1 Organisationsgröße 59 Was ist „Größe“? Bevor ich auf diese Fragen eingehe, muss zuvor geklärt werden, wie „Größe“ definiert ist. Gemessen an der Verwendungsweise in der Literatur lautet die Antwort lapidar: Die Größe einer Arbeitsorganisation bestimmt sich aus der Anzahl ihrer Beschäftigten. In einem frühen Überblicksartikel kommt Kimberly (Kimberly 1976: 582) zu dem Schluss, dass in mehr als 80 Prozent der damals vorliegenden organisationssoziologischen Studien, die sich in irgendeiner Hinsicht mit der Organisationsgröße auseinandersetzen (also auch solche, die sich nicht für Verteilungseffekte interessieren), Bezug auf die Anzahl der Beschäftigten genommen wird.

Ebene 1: Institutionelle Effekte werden auf der Organisationsebene sichtbar, wenn alle untersuchten Organisationen in gleicher Weise dem Einfluss von ein und derselben gesellschaftlichen Institution unterliegen. Dies zeigt sich bei Ländervergleichen. Dann nämlich variieren nicht nur die Strukturmerkmale der untersuchten Organisationen, sondern auch die institutionellen Merkmale der Länder, in denen sich die Organisationen befinden bzw. in denen sie agieren. 4 Das Mehrebenenproblem 55 welchen Missdeutungen dies führen kann, lässt sich am Fall der Unternehmensgröße verdeutlichen.

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