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By Hans-Christian Harten

Dr. Hans-Christian Harten ist Professor apl. für Erziehungswissenschaften an der Freien Universität Berlin; z. Z. nimmt er eine Vertretungsprofessur für Historische Pädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München wahr.

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Dies wird an Herders Programm einer transformationellen Erziehung deutlich: Seine zeitgeschichtliche Diagnose ging von einem Verlust der ursprünglichen schöpferischen Bildungskräfte des Volkes aus; deshalb müsse man sich zunächst von allem "Fremden" und "Künstlichen" befreien oder wenigstens die Macht des Fremden zurückdrängen und sich auf die eigenen Ursprünge besinnen. Aus diesem Grund plädierte Herder zum Beispiel dafür, im deutschen Volk die nordische Mythologie wiederzubeleben, nicht um altgermanische Verhältnisse wiederherzustellen, sondern um sich des eigenen Nationalcharakters, der eigenen Volksseele wieder bewußt zu werden, um in dieser Bewußtwerdung die eigene ursprüngliche schöpferische Kraft, das eigene Bildungsgesetz wiederzufinden.

216. 38 Bd. VI, S. 194. 34 konkreter, lebensgeschichtlich bedeutsamer Gehalte stattfinden kann; und sie besteht darüber hinaus darin, daß überhaupt eine Ebene des Denkens, Wahrnehmens und Erlebens wiedergefunden wird, die unter der Herrschaft der rationalen Logik verlorenging. Das Wiederfinden dieser Ebene erleichtert das Wiederfinden lebensgeschichtlich verschütteter und verdrängter Gehalte; und, dieser Gedanke läßt sich daran anknüpfen, sie erlaubt einen von Einfühlungsvermögen getragenen Umgang mit der kindlichen Wahrnehmungswelt und ist daher auch pädagogisch von Bedeutung.

227ff. 48 und die Kultur kann erst dann wieder schöpferisch werden, wenn sie die natürlichen Kräfte des Kindes anerkennt und ihrer Entwicklung freien Lauf läßt. 82 Andererseits wird die kindliche Kreativität hier aber auch mythisch überhöht. Dieser Exkurs sollte zentrale Probleme einer Ausdruckstheorie verdeutlichen, die Kreativität als Freisetzung ursprünglich gegebener Kräfte deutet, eine Auffassung, die etwa in der Reformpädagogik des 20. Jahrhunderts große Popularität gewann. Die Wendung ins Völkisch-Nationale wurde zwar in der klassischen Version, die die Bildungstheorie durch Schiller und Humboldt erhielt, dadurch vermieden, daß das Wiederfinden der schöpferischen Bildungskräfte mit der hellenistischen Kultur verbunden wurde und dadurch eine univeralistische Ausrichtung erhielt; die griechische Kutur wurde als gemeinsames Ideal und Erbe der ganzen Menschheit gedeutet.

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