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By Werner Kudera, G. Günter Voß

Im Buch wird gezeigt, mit welchen Problemen die Menschen heute in ihrem alltäglichen Zusammenleben konfrontiert sind und auf welche Weise sie versuchen, diese Probleme im Rahmen einer selbstbewussten und selbstverantwortlichen Lebensführung zu meistern.

Die Individualisierung von Lebenslagen und Pluralisierung von Lebensformen lassen die Grundlagen bisher institutionalisierter Formen von Lebenslauf und Zusammenleben zerfallen. Die Deregulierung von Arbeitsverhältnissen und die Flexibilisierung von Arbeitszeiten erzeugen einen Schwund von bisher stabilen Richtgrößen für berufliche Planung wie auch für die supplier des Alltags. Selbstverwirklichung und gleichberechtigte Partnerschaft lassen einen Verlust an Eindeutigkeit und Verhaltenssicherheit im Bereich privater Lebensführung entstehen. Daraus erwächst ein Druck auf die Einzelnen, bisher Vorgegebenes durch individuelle Leistungen zu ersetzen.
Die Beiträge stellen das Konzept "Alltägliche Lebensführung" vor, mit dessen Hilfe diese Entwicklung analysiert werden können, und zeigen dessen Leistungsfähigkeit in verschiedenen Feldern sozialwissenschaftlicher Forschung.

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By Werner Kudera, G. Günter Voß

Im Buch wird gezeigt, mit welchen Problemen die Menschen heute in ihrem alltäglichen Zusammenleben konfrontiert sind und auf welche Weise sie versuchen, diese Probleme im Rahmen einer selbstbewussten und selbstverantwortlichen Lebensführung zu meistern.

Die Individualisierung von Lebenslagen und Pluralisierung von Lebensformen lassen die Grundlagen bisher institutionalisierter Formen von Lebenslauf und Zusammenleben zerfallen. Die Deregulierung von Arbeitsverhältnissen und die Flexibilisierung von Arbeitszeiten erzeugen einen Schwund von bisher stabilen Richtgrößen für berufliche Planung wie auch für die supplier des Alltags. Selbstverwirklichung und gleichberechtigte Partnerschaft lassen einen Verlust an Eindeutigkeit und Verhaltenssicherheit im Bereich privater Lebensführung entstehen. Daraus erwächst ein Druck auf die Einzelnen, bisher Vorgegebenes durch individuelle Leistungen zu ersetzen.
Die Beiträge stellen das Konzept "Alltägliche Lebensführung" vor, mit dessen Hilfe diese Entwicklung analysiert werden können, und zeigen dessen Leistungsfähigkeit in verschiedenen Feldern sozialwissenschaftlicher Forschung.

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Je stärker dabei eine Tätigkeit in diesem Sinne Arbeitscharakter hat, desto stärker ist ihre Bedeutung im subjektiven Lebenszusammenhang und desto stärker ist ihre Auswirkung auf andere Betätigungen. 2 ... ist gesellschaftlich geprägt Sieht man die Tätigkeiten der Person, die sie zu ihrer Lebensführung praktiziert, unter dem Blickwinkel ihres Arbeitscharakters, so läßt sich das individuelle Tätigkeitsspektrum als eine Form subjektiver Arbeitsteilung? begreifen. 6 7 Rinderspacher (1984) diskutiert mit seiner Frage nach der "Verarbeitlichung" von Freizeittätigkeiten ähnliche Aspekte.

Die angesprochenen Veränderungen der zeitlichen Rahmenbedingungen von Erwerbsarbeit haben auch eine zunehmende Dynamisierung der Muster subjektiver Arbeitsteilung zur Folge, wozu insbesondere die flexiblere und diskontinuierlichere zeitliche Organisation von Arbeit beitragen wird. h. Arbeitstätigkeiten werden häufiger gewechselt, aufgenommen und - freiwillig oder unfreiwillig wieder aufgegeben. Die Bereitschaft der Subjekte, ihre Berufstätigkeiten zu wechseln, erhöht sich dadurch, daß sie ihnen tendenziell weniger "Sicherheit" bieten und weniger zu ihrer Identität beitragen, weil sie " zufälliger " und austauschbarer erscheinen.

48 Jurczyk, Treutner, Voß, Zettel Diese ist jedoch nicht subjektiv beliebig, sondern, wie wir im folgenden zeigen wollen, hochgradig gesellschaftlich geprägt und gesellschaftlich bedeutsam. Es sind im wesentlichen drei Gründe, die es nahelegen, diese subjektive Arbeitsteilung oder Tätigkeitsverteilung von Personen nicht als subjektiv beliebig und gesellschaftlich unerheblich, sondern als eine gesellschaftliche Weise der Arbeitsteilung bzw. als wichtige Form der Teilung der gesellschaftlichen Arbeit zu begreifen: Die Personen finden in ihrer jeweiligen sozialen Lage und für ihre biographische Situation in der Regel historisch verfestigte soziale Muster für ihre Arbeits- und Tätigkeitsverteilung vor.

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