Download Osteuropas Bevolkerung auf dem Weg in die Demokratie by Gert Pickel, Detlef Pollack, Olaf Muller, Jorg Jacobs PDF

By Gert Pickel, Detlef Pollack, Olaf Muller, Jorg Jacobs

Show description

By Gert Pickel, Detlef Pollack, Olaf Muller, Jorg Jacobs

Show description

Read or Download Osteuropas Bevolkerung auf dem Weg in die Demokratie PDF

Similar german books

Extra info for Osteuropas Bevolkerung auf dem Weg in die Demokratie

Example text

Anders als Klingemann betont er jedoch die Notwendigkeit, den Typus des kritischen Demokraten nicht isoliert zu betrachten, sondern auch diejenigen Kräfte zu identifizieren, die demokratische Prinzipien nicht unterstützen. Er schlägt vor, zu diesem Zweck drei Gruppen von Befragten nebeneinander zu stellen. „Die bereits erwähnten kritischen Demokraten, die zufriedenen Demokraten und die Nichtdemokraten. Während die beiden zuerst genannten Gruppen die Demokratie als Ordnungsmodell unterstützen aber in ihrer Bewertung des aktuellen Zustandes der Demokratie divergieren, stehen die Nichtdemokraten nicht allein den bestehenden politischen Verhältnissen, sondern auch dem Konzept der Demokratie sowie den für eine freiheitliche Demokratie konstitutiven Prinzipien kritisch oder ambivalent gegenüber“ (Gabriel 2000: 50-51).

Für die empirische Anwendung dieser Überlegungen auf die Konsolidierung junger Demokratien bleiben zwei Probleme weiter ungelöst. Zum einen ist das Eastonsche Konzept zwar prinzipiell operationalisierbar, aber in der Literatur ist die Anzahl der Operationalisierungen beinahe so groß, wie die Anzahl der Forscher. Westle (1989) gibt auf 74 Seiten einen Überblick über verwendete Indikatoren und berücksichtigt noch nicht einmal Arbeiten, die sich zwar auf Easton berufen, aber entweder die Unterscheidung zwischen spezifisch und diffus aufheben oder nicht zwischen den drei Klassen von Einstellungsobjekten unterscheiden.

1). Easton geht davon aus, dass für den langfristigen Bestand einer Demokratie die breite verinnerlichte Zustimmung zur politischen Gemeinschaft (Kollektiv der Mitglieder eines politischen Systems) und zum politischen Regime (grundlegende Werte und Normen sowie die Institutionenstruktur) (vgl. Fuchs 1989; Westle 1989; Pickel 1997, 2005; Fuchs/Roller 1998) wichtiger sind als die kurzfristige, spezifische Unterstützung für die amtierenden Herrschaftsträger. Die funktionale Bedeutung der diffusen Unterstützung liegt darin, dass sie nicht von bestimmten alltäglichen Belohnungen abhängig ist.

Download PDF sample

Rated 4.52 of 5 – based on 29 votes