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By Ursula Bredel

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In (8) wird diese Systematik durch ein partielles Strukturschema und durch Beispiele verdeutlicht: (8) a. Nukleus S s H M V | e i a o X | e n e a r o r | /stumm/ b. Nukleus s S H B V | e a e ä X | i n i t e u u m e | /korrespondierend/ Die in der zweiten Nukleusposition komplementär verteilten Buchstaben lassen sich durch Buchstabenmerkmale auseinanderhalten. Die stummen Buchstaben haben einen gerundeten Kopf, während der Kopf der lautlich korrespondierenden Buchstaben gerade ist.

Harry Osser, William Schiff, Jesse Smith (1963): An analysis of critical features of letters, tested by a confusion matrix. – Ithaca, NY: Department of Psychology, Cornell University. Gombert, Jean Emile, Michel Fayol (1992): Writing in preliterate children. – In: Learning and Instruction 2, 23–41. Gornik, Hildegard (2003): Methoden des Grammatikunterrichts. , Bd. 2, 814–829. Günther, Hartmut (1988): Schriftliche Sprache. Strukturen geschriebener Wörter und ihre Verarbeitung beim Lesen. – Tübingen: Niemeyer (Konzepte der Sprach- und Literaturwissenschaft 40).

Ein Wort wird bei Konversion nicht durch Wortbildungsmittel in eine andere Wortart überführt, sondern lediglich in einer anderen syntaktischen Umgebung und ggf. mit anderer Flexion verwendet, z. B. dunkel werden – dem Dunkelwerden, ich – des Ichs, eine etwas unangenehme Erfahrung – etwas Unangenehmes; die Ängste – angst. Diese Möglichkeit wird im Deutschen intensiv und oft ad hoc genutzt: das Ich, dein Ja, dieses Wenn-und-aber. Die Tatsache, dass grundsätzlich jede Wortart syntaktisch wie ein Substantiv verwen- Strukturelle Grundlagen des deutschen Schriftsystems 31 det werden kann, stellt allerdings die gesamte Konzeption der wortartbezogenen Großschreibregel in Frage.

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