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By Rainer Berger

Dr. Rainer Berger ist Professor für Politikwissenschaft an der Fachhochschule Dortmund.

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Die Zeit des politischen Entscheidens: Zwischen medialer Unmittelbarkeit und institutioneller Lähmung

Dass es im Zeitalter der Massenmedien keine Zeit mehr für tiefgreifende politische Lösungen gibt, ist ein beliebter Topos postmodernen Denkens. Mit dieser Einschätzung kollidiert die Beobachtung, dass politische Entscheidungen in Deutschland nur in großen Zeiträumen getroffen werden. Bei all dem herrscht Unklarheit darüber, wie die Zeit der Politik näher beschrieben werden kann.

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Auch wenn man diese Einschatzung nicht teilt, ist sieher kaum zu bestreiten, daB die Sozialisationseinfltisse ohne Kontakt zur sozialisierenden Gruppe allmahlich verblassen, ihre Norm- und Wertbindung geht besonders dann zuruck, wenn sie mit der aktuellen Umwelt nicht gut harmonieren. Sozialisation ist eine notwendige, aber keine hinreichende Erklarung fUr den Erhalt von Gruppen. Was, wenn nicht die Weitergabe von Werten und Normen, erhalt eine Gruppe als Gruppe? Auch dieser Frage ist Durkheim nachgegangen und hat eine bis heute gtiltige Antwort gefunden: Gruppen bedtirfen einer institutionalisierten, in bestimmten Zeitabstanden ritualisierten Aktualisierung ihrer Werte, urn sich als Gruppen erhalten zu k6nnen.

Wie unterschiedlich sich die nationalen Entwicklungspfade prasentieren, gemeinsam ist ihnen, daB die Konfliktlinien bis in die Anfange der Moderne, die Reformation und die Nationalstaatenbildung zuriickreichen. (Boldt 1981, 92) Der internationale Vergleich zeigt in dieser Hinsicht gewisse RegelmaBigkeiten: die politischen Mobilisierungen erfolgten zunachst entlang territorialer oder kultureller und erst spater entlang okonomischer Spaltungen. (Rokkan 1980, 122) Mit der Oktoberrevolution hatten die groBen sozialstrukturell bedingten Spaltungen der Gesellschaften flir lange Zeit ihre Verfestigung gefunden.

Auch dieser Frage ist Durkheim nachgegangen und hat eine bis heute gtiltige Antwort gefunden: Gruppen bedtirfen einer institutionalisierten, in bestimmten Zeitabstanden ritualisierten Aktualisierung ihrer Werte, urn sich als Gruppen erhalten zu k6nnen. Diese Erkenntnis haben in ahnlicher Form auch die deutschen Klassiker der Soziologie Max Weber, T6nnies und Simmel unter dem Begriff der Vergemeinschaftung formuliert. Die zuniichst von der Soziologie herausgearbeiteten sozialen Mechanismen des institutionalisierten Gruppenerhalts haben inzwischen ihre Bestatigung in der System- und Sprachtheorie gefunden.

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