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By Roland Eckert (auth.), Roland Eckert (eds.)

Inhalt
Das Buch diskutiert grundlegende Theorien und aktuelle Problemeum Ethnizität und Konflikt und setzt sich mit Strategien zur politischenBewältigung dieser Phänomene auseinander. Das Ende des Ost-West-Konflikts hat weniger die erhoffte,Friedensdividende' erbracht als vielmehr verschärfte weltwirtschaftlicheKonkurrenz und Wanderungsbewegungen, denen gegenüber sich Staat undGesellschaft lange Zeit gelähmt und hilflos zeigten. Fremdenfurcht undfremdenfeindliche Gewalt bis hin zu den Brandmorden in Deutschland, zuVölkermord in Ruanda und Bosnien haben deutlich gemacht, daß nicht mehr dieGegensätze von marktwirtschaftlicher Demokratie und sozialistischer Diktatur,sondern von kosmopolitischer Orientierung und ethnischer Mobilisierung dieKonfliktlinien der Gegenwart bestimmen. Dafür sind wir in Theorie und Praxisschlecht gerüstet und behelfen uns mit Begriffen wie Rechtsextremismus,Rassismus und Faschismus, die den Konfliktlagen der ersten Jahrhunderthälfteentstammen. Dagegen werden die allgemeineren Konzepte von Ethnozentrismus,ethnischer Mobilisierung, Konflikt und Krieg kaum genutzt, die ursprünglichin der examine nichteuropäischer Gesellschaften entwickelt worden sind. ZumAnschluß an diesen Stand der Forschung möchte der Sammelband beitragen. Aus dem Inhalt:Gundlegende TheorienEthnozentrismus im interkulturellen UmgangAnthropologie des Krieges¶Partizipative¶ Identitäten - Ausgrenzung aussystemtheoretischer SichtIdentitätsbildung und Ethnozentrismus aus der Sicht derSozialpsychologieAktuelle ProblemeErklärungsmuster fremdenfeindlicher Gewalt im empirischen TestPolizei und Fremde: Spezifische Belastungssituationen und dieGenese von Feindbildern und ÜbergriffenSubjektiv wahrgenommene Bedrohung: Rechte Skins und türkischeJugendliche im PortraitPolitische BewältigungEthnizität, Konflikt und politische OrdnungMinderheitenpolitik in der Europäischen UnionKonflikte, ihre Eskalation und die Chancen der RegulierungPolitische und pädagogische Konsequenzen Mit Beiträgen von: Christ

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Das Buch diskutiert grundlegende Theorien und aktuelle Problemeum Ethnizität und Konflikt und setzt sich mit Strategien zur politischenBewältigung dieser Phänomene auseinander. Das Ende des Ost-West-Konflikts hat weniger die erhoffte,Friedensdividende' erbracht als vielmehr verschärfte weltwirtschaftlicheKonkurrenz und Wanderungsbewegungen, denen gegenüber sich Staat undGesellschaft lange Zeit gelähmt und hilflos zeigten. Fremdenfurcht undfremdenfeindliche Gewalt bis hin zu den Brandmorden in Deutschland, zuVölkermord in Ruanda und Bosnien haben deutlich gemacht, daß nicht mehr dieGegensätze von marktwirtschaftlicher Demokratie und sozialistischer Diktatur,sondern von kosmopolitischer Orientierung und ethnischer Mobilisierung dieKonfliktlinien der Gegenwart bestimmen. Dafür sind wir in Theorie und Praxisschlecht gerüstet und behelfen uns mit Begriffen wie Rechtsextremismus,Rassismus und Faschismus, die den Konfliktlagen der ersten Jahrhunderthälfteentstammen. Dagegen werden die allgemeineren Konzepte von Ethnozentrismus,ethnischer Mobilisierung, Konflikt und Krieg kaum genutzt, die ursprünglichin der examine nichteuropäischer Gesellschaften entwickelt worden sind. ZumAnschluß an diesen Stand der Forschung möchte der Sammelband beitragen. Aus dem Inhalt:Gundlegende TheorienEthnozentrismus im interkulturellen UmgangAnthropologie des Krieges¶Partizipative¶ Identitäten - Ausgrenzung aussystemtheoretischer SichtIdentitätsbildung und Ethnozentrismus aus der Sicht derSozialpsychologieAktuelle ProblemeErklärungsmuster fremdenfeindlicher Gewalt im empirischen TestPolizei und Fremde: Spezifische Belastungssituationen und dieGenese von Feindbildern und ÜbergriffenSubjektiv wahrgenommene Bedrohung: Rechte Skins und türkischeJugendliche im PortraitPolitische BewältigungEthnizität, Konflikt und politische OrdnungMinderheitenpolitik in der Europäischen UnionKonflikte, ihre Eskalation und die Chancen der RegulierungPolitische und pädagogische Konsequenzen Mit Beiträgen von: Christ

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Ethnozentrismus wird durch Sozialisation aktiv im Rahmen sozialer Beziehungen gelernt. Dieses Lernen erfolgt eher durch Erfahrung von Gewohnheiten als durch ausdrückliche Unterweisung, also eher durch Sozialisation bzw. Enkulturation als durch Erziehung. Die Psyche wird gerade durch wenig bewußte Einstellungen als durch bewußte Normen und Werte geprägt, und so ist auch das ethnozentrische Vorurteil im weitgehend unbefragten Wertesystem verankert (vgl. Estel 1983, S. 212). Dazu kommt, daß diese Sozialbeziehungen grundsätzlich positiv empfunden werden (RudolphffschohI1977, S.

Jahrhundert entwikkelnden kapitalistischen Weltsystem waren nur 5 % aller Ethnien völlig isoliert in dem Sinn, daß sie nur tauschten, keine Lohn- oder Zwangsarbeit leisteten und nicht mittels Geld kauften. Weiterhin ergab sich, daß 84 % aller untersuchten Gruppen schon in den letzten hundert Jahren vor ihrer ethnologischen Erstuntersuchung ihre Subsistenzweise aufgrund der Eingliederung in das Weltwirtschaftsystem geändert hatten (White 1990). Obwohl Ethnien also schon früher nicht strikt voneinander abgegrenzt waren und heute eine weltweite kulturelle "Kreolisierung" (Hannertz 1992, S.

10-13). 3 behandelten Erklärungsversuchen wiederfindet; Welche allgemeine Haltung und Perspektive kennzeichnet Ethnozentrismus? Wie verbreitet ist Ethnozentrismus im interkulturellen Vergleich und im diachronen Längsschnitt? Welche ist die besondere ethnozentrische Perspektive bezüglich der Eigen- und der Fremdgruppe(n)? Wie wird Ethnozentrismus innerhalb von Gruppen und zwischen Generationen weitergegeben? Was und wie stark wird ethnozentrisch wahrgenommen und bewertet? Was bedeutet Ethnozentrismus auf der individuellen psychischen Ebene?

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